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Schalom!
Überrascht es Sie, wenn ich behaupte, dass die Geschichte der Menschen eine Geschichte des Laufens ist? Eine des laufenden Suchens und Jagens? Bevor wir gelernt haben, Waffen herzustellen, um damit unsere Nahrung zu erlegen, waren wir gezwungen, unser Abendessen buchstäblich zu Tode zu hetzen. Über mehrere hundert Kilometer hinweg jagten wir unsere Beute, bis sie endlich erlag. Davon hat sich bis heute etwas in uns erhalten! Zwar holen wir uns unser Abendessen aus dem Einkaufsmarkt, doch am Laufen sind wir immer noch.
Und das keineswegs nur notgedrungen, weil das Auto in der Werkstatt steht oder weil es uns der Arzt empfohlen hat. Nein! Wir laufen, um mitzuhalten und um schneller zu sein.Wir jagen dem Glück nach und dem Erfolg - unermüdlich. Und wir sind am laufenden Suchen nach Halt und Sinn im Leben, nach Erfüllung und nach uns selbst. Wir sprinten. Wir hetzen. Wir stürmen. Wir rasen.
Und Gott? Stellen Sie sich vor: Er unterstützt das sogar noch. Ja, er sagt: Laufe, suche und jage! Zuallererst aber nach Frieden. „Suche Frieden und jage ihm nach!“, lautet die Losung für das Jahr 2019.
Er, der Friedefürst, macht sich winzig und angreifbar, um sein Friedensreich unter uns zu errichten. Hier, wo Frieden nichts Selbstverständliches ist; weder zwischen Nationen, noch zwischen Nachbarn und oft schon gar nicht in meinem tiefsten Innersten. Wo Frieden kostbarer ist als Gold und gleichzeitg zerbrechlicher als Porzellan. Genau hier will Gott Frieden schenken und Jesus mich zum Friedensstifter machen. In seinen himmlischen Frieden kann ich mich stellen und kann heute schon teilhaben an Gottes Segensplan für die Welt. Ich finde: Das ist jedes Sprinten, Hetzen, Stürmen und Rasen wert.
Heute erleben wir schmerzhaft und hautnah: Friede ist nichts, was man einfach so hat, sondern vielmehr etwas, das man sucht, um es neu zu finden. Deshalb ist es lohnenswert, sich für Frieden stark zu machen. Ihm darf ich auf den Fersen bleiben. Ihm sollte ich nachjagen. Heute vielleicht mehr denn je! 2019 wird sich zum zwanzigsten Mal der Todestag von Schalom Ben-Chorin jähren, dem Deutsch-Israeli, der den Frieden bereits im Namen trug (sein Name heißt übersetzt „Friede, Sohn der Freiheit“). Für ein Leben auf der Jagd nach Frieden hat er uns eine Handreichung hinterlassen:

Wer Friede sucht
wird den anderen suchen - wird Zuhören lernen - wird das Vergeben üben - wird das Verdammen aufgeben - wird vorgefasste Meinungen zurücklassen - wird das Wagnis eingehen - wird an die Änderung des Menschen glauben - wird Hoffnung wecken - wird dem anderen entgegenkommen - wird zu seiner eigenen Schuld stehen - wird geduldig dranbleiben - wird selber vom Frieden Gottes leben -
Suchen wir den Frieden?

Ich wünsche uns ein gesegnetes und laufendes Suchen und Nachjagen!
Schalom! Ihr Pfarrer Peter Arnold

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10.12.2018
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