Kirche SZB

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Liebe Leserinnen und Leser der Kirchennachrichten!

Glück auf!
– rufen wir uns zu, genauso wie die Bergleute es einst taten. Heute schmücken sie noch als hölzerne Lichtträger unsere Stuben und mit ihrem Gruß erinnern wir uns an eine wichtige Lebenserfahrung: Vieles haben wir nicht selbst in der Hand!
Denn eigentlich sagen wir noch heute: „Ich wünsche dir Glück, sodass du einen neuen Gang auftuen kannst.“ Mit Schlägel und Bergeisen kam der Bergmann bekanntlich ja nur Millimeter für Millimeter vorwärts. Dabei war es ziemlich ungewiss, ob er mit seiner mühsamen Arbeit überhaupt auf einen Erzgang stoßen würde. Glückauf war dann zugleich der Wunsch nach einem behüteten Ausfahren aus dem Berg. Diese Kletterpartie war schließlich nicht ohne. Nach einer langen Schicht konnte sie hinweg über Leitern und Eimern schon einmal gut zwei Stunden dauern.
Erfolgreiche Arbeit und eine gute Ein- und Ausfahrt hatte der Bergmann nicht nur selber in der Hand. Für Gelingen und Bewahrung braucht es etwas Unverfügbares, nämlich das Glück. Das kann ich selber nicht machen. Das bleibt ein Geschenk, welches sich der Bergmann von Gott erhoffte. So gehörte das Gebet und das geistliche Lied zu ihm wie sein Grubenlicht. Ohne Gott zu bitten und ohne seinen Segen, fuhr der Bergmann nicht ein, und ohne ihn zu loben und ihm zu danken, legte er sich abends nicht nieder. Weil Gott „ist auf Erden kommen arm, dass er unser sich erbarm“, wie es Martin Luther in seinem Weihnachtslied auf den Punkt bringt (EG 23,6).

Wie der Bergmann in den Berg eingefahren ist, so ist Gott eingefahren in unsere Welt. Er ist ganz Mensch geworden und hat sich dabei dreckig gemacht. Gott hat sich klein gemacht, um in die Mühen des Lebens, um in unsere Schmerzen und Anstrengungen einzutauchen. Ja, um es hell zu machen in unserer Lebensschicht und um uns einst behütet ausfahren zu lassen aus dieser Welt.
Heute noch lässt er sich finden. Etwa dann, wenn ich begreife: Dieses Geschehen in der Krippe hat etwas mit mir zu tun. Christus ist mir geschenkt. Er ist mein strahlender Schatz.
Möge uns Gott in dieser Advents- und Weihnachtszeit gute Gänge auftun lassen, so dass wir Christus bergen können und ihn im Herzen zu tage tragen.
In diesem Sinne ein herzliches Glück auf!

Ihr Pfarrer Peter Arnold

AKTUELLE INFORMATIONEN AUS DEM GEMEINDLEBEN

aus
Schwarzenberg

aus
Emmaus

aus
Crandorf

NACHRICHTEN

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
- ARCHIV - (im Aufbau)
 
11.12.2019
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü