collegium musicum - Kirche SZB

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Fotos: Jürgen Leonhardt
Erfrischend - anrührend - meisterlich - 9. Sommerkonzert überzeugt mit jugendlicher Vitalität und künstlerischer Meisterschaft

Nach dem Konzert mit dem kleinen Chor gaben erneut Mitglieder der Kantorei ein Konzert im Rahmen des Musiksommers 2017.
„Alte Musik und junge Künstler“ überschrieb KMD Matthias Schubert das Programm am 14. August diesen Jahres.
Neben dem Collegium musicum aus Schwarzenberg lud Schubert 4 junge Musiker ein, um gemeinsam mit dem Orchester zu musizieren.
Um es gleich vorwegzunehmen: was die „kleinen Künstler“ während des Konzertes zum Vortrag brachten, versetzte die zahlreich erschienenen Zuhörer in Erstaunen.
Das Konzert begann mit Telemanns Konzert in B-Dur für 2 Altblockflöten, Streicher und Basso Continuo. Jasmin Lein (16) glänzte gemeinsam mit Annerose Roth in sauberer und inniger Spielweise auf ihrer Blockflöte. Im folgenden Stück, Mozarts Andante in C für Flöte und Orchester (KV 315), präsentierte Maria Josepha Schubert (10) ihr Können auf der Querflöte. Dabei war es nicht nur der „Kinderbonus“, sondern auch ihr überzeugendes, präzises Spiel auf dem Instrument, das die Zuhörer zu langem Beifall animierte.
In einem weiteren Stück des Salzburger Komponisten überzeugte Franz Xaver Schubert auf dem Horn. Es war der 1. Satz Allegro aus Wolfgang Amadeus Mozarts Konzert in Es für Horn und Orchester Nr.3 (KV 447). Mit 4 Sätzen aus Bachs Ouvertüren (Suite) Nr.2 h-moll für Flöte, Streicher und Basso Continuo, in dem erneut Jasmin Lein auf der Querflöte zu hören war, beendete das Orchester den ersten Teil des montäglichen Konzertes.
Nach der Pause erwartete die Konzertbesucher ein musikalischer Höhepunkt: Solocellist Hermann Meyer, der seine Kindheit in Erla verbrachte und bereits vor über 60 Jahren im Collegium musicum mitgespielt hatte, war eigens zu diesem Konzert wieder nach Schwarzenberg gekommen.
Hermann Meyer wirkte über die Zeit in verschiedenen Orchestern mit. So war er Solocellist der Hamburger Symphoniker, 8 Jahre  spielte er bei den Bamberger Symphonikern, im Bayreuther Festspielorchester, war Solocellist des Philharmonischen Orchesters Augsburg und spielte im New Zealand Symphony Orchestra Wellington.
Meyer ist heute künstlerischer Leiter der Kammersolisten Augsburg.
In Sätzen aus Joseph Haydns (1732 - 1809) Konzert in C für Violoncello und Orchester gab Meyer Zeugnis von seinem meisterlichen musikalischen Können. Ohne Notenblatt entlockte der Künstler, der sich sichtlich wohl fühlte in seine alten Heimat, seinem Cello Klänge voller Gefühl und Zärtlichkeit, an anderer Stelle wieder Töne von impulsiver Wildheit und scharfer Prägnanz.
Nun hatte Michael Schaumberger seinen "großen Auftritt". In drei Sätzen aus der Sonata D-Dur für Trompete, Streicher und Basso Continuo von Georg Philipp Telemann gab er souverän Zeugnis seines musikalischen Könnens auf der Trompete. Damit endete das Konzert.

War es für die jungen Musiker eine besondere Anerkennung, gemeinsam in einem größeren Orchester und mit Meistern der Musik spielen zu dürfen, wird es Freude und Ansporn ausgelöst haben, ihr musikalisches Können noch weiter zu vervollkommnen.
Nach dem Dank an die „jungen Künstler“ und der Verabschiedung durch Matthias Schubert erklang als Zugabe Otto Horneks „Bayrischer Abendsegen“. Noch einmal breitete sich die ergreifende Harmonik dieses wunderbaren Stückes in der Kirche aus und entließ die Zuhörer in eine gute Nacht.
Lang traute sich keiner der bewegten Besucher, die entstandene Ruhe in Raum und Seele zu vertreiben.
J.L.
 
10.11.2017
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