Dresdener Bläserweihnacht - Kirche SZB

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Montag, der 12. Dezember 2017.
Und wieder war sie bis auf den letzten Platz gefüllt, die barocke St. Georgenkirche von Schwarzenberg.
Dieses Mal gab sich Ludwig Güttler mit seinem Blechbläserensemble die Ehre und bescherte den gespannten Zuhörern,  gleichsam als Gruß aus seiner Wahlheimat, eine „Dresdner Bläserweihnacht“.

Was die elf Herren um Güttler über zwei Stunden zum Vortrag brachten, war Blechbläserkunst auf höchstem Niveau. Die Erwartungen der Konzertbesucher waren sicher hoch, angesichts der angekündigten Künstler. Jedoch enttäuschten die Musiker zu keinem Zeitpunkt.
In den nunmehr 35 Jahren ihres Bestehens hat sich die Gruppe um Ludwig Güttler zu einem Brass-Ensemble der Superlative entwickelt. Sensationelle Erfolge bei Konzerten im In- und Ausland sowie mehrere stark beachtete Schallplatteneinspielungen belegen die exzellente Interpretationskunst des Dresdner Ensembles.
Zum Repertoire dieses Abends gehörten Originalkompositionen – darunter zeitgenössische, für dieses Blechbläserensemble geschriebene Werke – aber auch Ensemblesätze instrumentalen wie vokalen Ursprungs, die Ludwig Güttler für Blechbläserbesetzungen eigens adaptiert hatte. Neben bekannten Komponisten wie Bach, Beethoven, Vivaldi, Praetorius oder Vulpius waren es aber auch eher wenig gespielte Komponisten, die die Zuhörer zu begeistern vermochten. Namen wie Johann Walter, Orindio Bartolini oder Johann Heinrich Schmelzer hatte man eher selten gehört. Nichtsdestotrotz tauchten auch diese Musiktücke die Kirche in eine weihnachtliche Stimmung, der sich wohl keiner der Zuhörer entziehen konnte. Interessant interpretiert und perfekt gespielt bewiesen die einzelnen Titel die Professionalität der Musiker, die sonst als Solisten der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Dresdner Philharmonie, des Gewandhausorchesters Leipzig und der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz tätig sind.
Das in sechs Partitas gegliederte Programm spannte einen weiten Bogen über geistliche Weihnachtsmusik aus vier Jahrhunderten. Besonders der allseits bekannte Choral „Wie soll ich Dich empfangen“ von Johann Crüger ließ endgültig den Alltag vergessen und drang tief in Ohren und Herzen der Besucher ein.
Das Güttler ein Stück aus dem angekündigten Programm kurzer Hand ausließ, nahm ihm niemand übel. Dafür regte er mit seinen unverwechselbaren Kommentaren und Einwürfen die Zuhörer immer wieder zum Schmunzeln an. Auch wurde er nicht müde, auf den besonderen Charakter des Benefizkonzertes hinzuweisen und legte den Zuhörern eine großzügige Spende für die Finanzierung der Restschuld, der seit nunmehr einem Jahr läutenden neuen Glocken nahe. Diese Worte sind auf fruchtbaren Boden gefallen - mit dem Konzert können nun etwas über 7.000,- Euro zur Finanzierung verwendet werden.
Vor reichlich einem Jahr war es auch, als die Idee geboren wurde, mit einem Konzert des berühmten Trompetenvirtuosen und Dirigenten Ludwig Güttler den Restbetrag der Kosten der neuen Glocken zu verringern. Güttler selbst war es, der den Gedanken aufgriff und letztlich Wort gehalten hatte. Dafür erhielt er bereits zu Beginn des Konzertes Anerkennung und dankbaren Beifall.

 
16.05.2017
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