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Liebe Leserinnen und Leser!

Einmal verirrte sich – so kann man es wohl sagen – eine Frau in den Gottesdienst. Ihr ging es an diesem Sonntagmorgen nicht besonders gut. Sie musste an die frische Luft und unternahm einen Spaziergang. Wie sie da so durch die Straßen schlenderte, hörte sie auf einmal die Glocken läuten. Es war, als wollten sie ihr zurufen. So ging sie kurzentschlossen einfach in die Kirche hinein.
Sie setzte sich. Sie hörte zu. Sie schlug das Gesangbuch auf, stand auf und setzte sich wieder mit den anderen. Doch was sie hier eigentlich sollte, das konnte sie nicht so recht finden. Da entschloss sie sich zu gehen, stand auf und schritt zur Kirchentür. Nur noch mit einem Ohr hörte sie, was der Pfarrer in diesem Moment sagte. Doch das war es! Sie hielt inne und verließ die Kirche, aber diese Worte gingen ihr nach: Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden.
Sie gehören wohl zu den mächtigsten Sätzen, die wir haben: diese Drei, die am Ende eines jeden Gottesdienstes zu hören sind. Sie taten der verirrten Frau gut und sie gaben ihr Aufwind. Manch einer hat schon zu mir gesagt: „Im Gottesdienst sind das für mich die wichtigsten Worte überhaupt.“ Und wenn ich als Pfarrer vorn am Altar stehe, die Arme zum Segen erhoben habe und diese uralten Sätze spreche, dann blicke ich in die Gesichter der Menschen und kann etwas von der Kraft erkennen, die von diesen Worten ausgeht. Dann ist zu sehen, dass dieser sogenannte aaronitische Segen mehr ist, als nur eine einfache Bitte. Denn Gott hat sich seinem Volk immer wieder zugewandt. Daher waren sich Menschen von jeher gewiss, dass das Leben in Ordnung ist, wenn sie Gott bei sich wissen – auch dann, wenn das Leben anders ist, als wir es uns wünschen und vorstellen. Das gibt Frieden, der zu Herzen geht. Das schenkt Ruhe, die mich weiter gehen lässt. Mitten in einer Welt, in der Hektik und Gewalt so oft Oberwasser haben, da belebt uns Gottes Segen.
In diesem Sinne: Sei gesegnet! Wenn du dich aus einem Gottesdienst aufmachst in tiefer Gewissheit, dass Gott gnädig auf dich sieht. Doch auch, wenn du mitten im Alltag angekommen bist, mögest du die Kraft unseres lebendigen Gottes spüren können. Mögest du in schweren Situationen erkennen, dass er dich behütet. Mögest du in Ärger und Streit seinen Frieden finden. Mögest du nie aufhören darauf zu hoffen, dass Gott schenkt, was er verspricht: sich selbst, der dich segnet und behütet, der sein Angesicht leuchten lässt über dir und dir gnädig ist und dir seinen Frieden schenkt.

Pfarrer Peter Arnold

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NACHRICHTEN

 
21.06.2017
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