Konzert bei Kerzenschein - Kirche SZB

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Die Kunst der leisen Töne
 
Ich will sie mir erhalten.
Solange es geht.
Denn sie haben mich berührt.
Die leisen Töne des ersten Konzertes in diesem Jahr.
 
Etwa 250 Leute sind in die St. Georgenkirche gekommen, um sich noch einmal von weihnachtlicher Stimmung anstecken und berühren zu lassen.
 
Gerade eben sind die letzten Schwingungen des neuen Geläuts verklungen, als die Strophen des alten Weihnachtsliedes „Es ist ein Ros entsprungen“ die Kirche erfüllen.
Erst solistisch, dann mit Orgelbegleitung. Jetzt  stimmt eine Trompete mit ein – Gänsehaut breitet sich aus.
Julia Kirchner ­­- Sopran, Steffen Naumann – Trompete und Theophil Heinke – Orgel haben zum „Konzert bei Kerzenschein“ in das alte Gotteshaus geladen.
 
Julia Kirchner, 1981 in Friedrichroda / Thüringen geboren, studierte Gesang und Gesangspädagogik an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig bei Hermann Christian Polster und Jeanette Favaro-Reuter sowie an der Guildhall School of Music and Drama London bei Penelope MacKay. 2009 legte sie ihr Konzertexamen in Leipzig ab. Es folgten ein Aufbaustudium zur Künstlerischen Liedgestaltung bei Karl Peter Kammerlander an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar sowie Studien der Romanistik mit den Schwerpunkten Italienisch und Französisch an den Universitäten Leipzig und Roma Tre. Ihre künstlerische Ausbildung ergänzten Meisterkurse u. a. bei Christoph Prégardien, Edith Wiens, Rudolf Jansen, Peter Schreier, Sally Burgess, Graham Johnson und Grace Bumbry.
Steffen Naumann ist der Solo-Trompeter der Jenaer Philharmonie. Geboren in Weimar und aufgewachsen in Schmalkalden, erhielt er an der dortigen Musikschule und im Posaunenchor seine erste musikalische Ausbildung, die er an der Leipziger Musikhochschule bei Professor Peter-Michael Krämer fortsetzte. Neben zahlreichen kammermusikalischen Aktivitäten in verschiedenen Ensembles sowie solistischen Auftritten mit Orgel und Orchester widmet sich Steffen Naumann im Rahmen der historischen Aufführungspraxis dem Spiel der ventillosen Barocktrompete. Im Jahr 2002 war er Sieger des 6. Internationalen Händel-Wettbewerbs in Halle. Pädagogisch ist er an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar tätig und war bereits mehrfach als Jurymitglied beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert aktiv. Gemeinsam mit Kirchenmusikdirektor Theophil Heinke spielte Steffen Naumann an Thüringens bedeutendster Barockorgel, der Trostorgel in Waltershausen, Werke für Trompete und Orgel aus sechs Jahrhunderten auf zwei CD ein.
 
Es ist ein leises Konzert, voller Gefühl und Zärtlichkeit.
Kirchner vermag es, die allseits bekannten Weisen mit ihrer glasklaren Stimme behutsam und doch ausdrucksstark zu interpretieren.
Jedem, der bereit ist, sich auf diese Musik einzulassen, dringen die Töne in die Seele und verbreiteten noch einmal die weihnachtliche Stimmung, wie wir sie aus Kindertagen in unsere hektische Zeit gerettet haben.
„Mariä Wiegenlied“ (Reger) oder das „Ave Maria“ von Caccini sind zu hören, wie auch „Maria durch ein Dornwald ging“, „Hört der Engel helle Lieder“ und „Zu Betlehem geboren“. Letztere in einer Bearbeitung von Theophil Heinke. Er vermag mit seinen Arrangements, den Liedern einen besonderen Glanz zu verleihen und sie trotz ihrer Bekanntheit den Zuhörern neu zu vermitteln.
Behutsam und unaufgeregt untermalt die Trompete in der Hand Naumanns die einzelnen Titel und verbindet die Interpretationen zu einem harmonischen Ganzen.
Als Abschluss des Konzertes erklingt die Weihnachtshymne Felix Mendelssohn-Bartholdys. Verstohlen wische ich mir über das Auge. Dann endlich ist es allen Zuhörern ein Bedürfnis, mit ihrem Beifall die Leistungen der drei Musiker zu würdigen.
 
Ich will sie mir erhalten.
Solange es geht.
Denn sie haben mich berührt.
Die leisen Töne des Konzerts bei Kerzenschein.
jl
 
 
 
 
 
 
 
19.09.2017
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