Mit Bach unterwegs - Kirche SZB

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Fotos: Gabi Scharfe
Kantorei unterwegs
 
Unter dem Motto: „Mit Bach unterwegs im Erzgebirge“  lud die Eibenstocker Kirchgemeinde zu einem musikalischen Gottesdienst in die Ev.-Luth. Stadtkirche ein. Die von Kirchenmusikdirektor Matthias Schubert vor einigen Jahren ins Leben gerufene Reihe führt die Sänger und Musiker der St.-Georgen-Kantorei in verschiede Orte des Westerzgebirges. Am Sonntag, 10. März 2019, erklang die Kantate: Jesus nahm zu sich die Zwölfe (BWV 22) in der Bergstadt. Gemeinsam mit den Kirchenchören Eibenstock und Sosa interpretierten die Mitglieder des Chores und des Collegium musicum der Schwarzenberger Kantorei das Werk des Leipziger Thomaskantors in einer gut gefüllten Kirche.
Bach komponierte die Kantate 22 anlässlich seiner Anhörung für die Thomaskantor-Stelle in Leipzig am 7. Februar 1723 gemäß dem liturgischen Kalender; dem letzten Sonntag vor dem Beginn des Fastens. In Leipzig musste die konzertante Musik in dieser Zeit stumm bleiben und so war dies die letzte Gelegenheit für ein musikalisches Vorsprechen. In dem damaligen Gottesdienst wurden die Kantate vor der Predigt aufgeführt. In Eibenstock verlief der Gottesdienst, mangels eines Pfarrers, etwas anders. Gleichwohl vermochte es Frau Diana Schäffner souverän, die passenden Worte für ihre Ansprachen zu finden.
Zudem gelang es Matthias Schubert, in dessen Händen die Leitung der Aufführung lag, die Kantate im Einzelnen vorzustellen. In seinen ausführlichen Erklärungen zu den Teilen der Kantate stimmte er die Zuhörer auf den Inhalt des Werkes Johann Sebastian Bachs ein. Im Wechsel von verbaler Beschreibung und kurzem musikalischem Anspiel der entsprechenden Takte verdeutlichte er die Bedeutung und den Zusammenhang zwischen den Worten der Handlung und deren musikalischen Umsetzung.
Im Anschluss daran erklang die Kantate in ganzer Länge. Als Solisten konnten Dorothea Zimmermann (Alt), Tobias Mäthger (Tenor) und Christian Härtig (Bass) gewonnen werden. Bemerkenswert war ebenso die Leistung des Oboisten Ekkehard Hering aus Chemnitz.
Damit hörten die Besucher im Eibenstocker Gotteshaus ein sakrales Werk, das einst für den Gottesdienst an diesem Sonntag geschrieben wurde. Der Beifall der Zuhörer bestätigte die gelungene Aufführung.
Bunte Scheinwerfer und Laserstrahlen in der Kirche waren an diesem Sonntag übrigens nicht nötig.
J.L.
 
25.03.2019
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