Requiem 2017 - Kirche SZB

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

22. November 2017, Buß- und Bettag
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
"Requiem d-Moll", KV 626

„Wunderbar akzentuiert, wohltuend in sich ruhend und fast melancholisch,
auch mal kraftvoll zupackend, den Charakter des Werkes perfekt unterstreichend - Orchester, Solisten und vor allem die Kantorei in Top-Form.
Danke für dieses sehr emotionale Konzert!“
Mit diesen Worten postete ein Zuhörer in den sozialen Netzwerken das Konzert am Buß- und Bettag 2017 in der St. Georgenkirche von Schwarzenberg.

Erdenmusik, voller menschlichen Empfindungen.
Hoffnungslos und hoffnungsvoll zugleich. Das Requiem trägt alle Emotionen in sich, die den Menschen angesichts des Todes ereilen: Angst, Wut, Verzweiflung, Traurigkeit, Hoffnung, Trost. Ein Kaleidoskop menschlicher Empfindungsfähigkeit.
So schrieb eine Journalistin über das Musikstück, um das sich so viele Mythen und Legenden gebildet haben.

Bereits neun Jahre ist es her, als Mozarts letztes Werk in dem Gotteshaus zur Aufführung kam.
Umso gespannter erwarteten die musikbegeisterten Zuhörer die erneute Interpretation dieses Meisterwerkes.
Das Sinfonieorchester Aue, der Chor der Kantorei und die ausgezeichnete Solisten: Daniela Haase (Sopran), Annekathrin Laabs (Alt), Tobias Mäthger (Tenor) und Sebastian Richter als Bass unter der Leitung von KMD Matthias Schubert machten das Konzert zu einem emotionalen Erlebnis.
Getragen, ruhig und mit großer Würde erklang das Introitus, das sich gleichsam als Gebet um Licht und Ruhe erhob. Bittend und doch zuversichtlich drang das Kyrie nach oben.
Kraftvoll, aufrüttelnd und ermahnend verkörperten die Stücke der Sequenz den Zorn Gottes, das Gericht am jüngsten Tag und die Majestät Gottes als Weltenrichter.
Höchst würdevoll stellte das Sanctus die Heiligkeit Gottes vor die Seele und strahlte mit einem anschließenden Hosanna in den Raum.
Zutiefst tröstlich und beruhigend dagegen die Worte und die ruhigen Klänge im Agnus Dei, das als Bitte um ewige Ruhe erklangen, welche durch das Opfer des „Lamm Gottes“ ermöglicht wird.
Mit der festen Zuversicht nach ewiger Ruhe allen Fleisches, das bereits in die jenseitige Welt gegangen ist, endet das Werk im Communio voller Kraft und begründeter Hoffnung.
 
Was den Interpreten an diesem Abend gelungen ist hinterlässt Spuren.
Kaum einer konnte sich der kraftvollen und meisterlichen Interpretation entziehen.
Neben der Dankbarkeit über die Möglichkeit dieser emotionalen Aufführung in einer eher oberflächlichen Zeit bleiben den Zuhörern, wie auch den Akteuren Hoffnung, Zuversicht und tröstlicher Ausblick für die Zeit in einer anderen Welt.
Gleichsam aber auch Rat und Ermahnung zu einem Leben im Glauben und Vertrauen an den Schöpfer aller Dinge.
J.L.
 
 
04.12.2017
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü