Restaurierung Chorschranke - Kirche SZB

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Ortstermin in Wilsdruff am 5. Juni 2018
 
Zu einem weiteren Ortstermin in der Werkstatt der Firma Ostmann und Hempel / Restaurierung und Handwerk in Wilsdruff reisten am Dienstag, 5. Juni 2018 vier Vertreter der Kirchgemeinde in die sächsische Kleinstatt.
Inhalt der Gespräche war das weitere Vorgehen der Restaurierung der historischen Altarchorschranke der St. Georgenkirche.
Bereits seit einigen Wochen arbeiten Mitarbeiter der Werkstatt an der Aufarbeitung der Kunstschmiedearbeit des Zacharias Georgi, der diese um 1711 fertigstellte.
Insbesondere informierte man sich über den Stand der Fertigung der beiden rechten, im 19. Jahrhundert verlorengegangenen Torflügel, die die Vollständigkeit der Altarschranke wiederherstellen werden.
Mit der Ausführung wurde Ansgar Deiters beauftragt, der sich allein um dieses Vorhaben bemüht. Die Besucher konnten vor Ort einen Einblick in die Arbeiten erleben und sich von der Kunstfertigkeit des Schmiedes überzeugen.
Möglich wurde die Sanierung vor allem durch zweckgebundene Mittel der Ostdeutsche Sparkassenstiftung sowie durch private Spender.
Zu einem besonderen Gottesdienst am 28. Oktober dieses Jahres soll das Kunstwerk in seiner ganzen Pracht der Gemeinde zurückgegeben werden.
J.L.
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Altarchorschranke fast vollständig abmontiert
 
Am 23. und 24. Januar 2018 waren Mitarbeiter der Firma OSTMANN & HEMPEL im Altarraum der Kirche zu Gange.
Entsprechend der Vereinbarung der Kirchgemeinde wurden an den beiden Tagen die noch zu restaurierenden Felder der Altarchorschranke demontiert und zur Bearbeitung in die Werkstatt der Firma in Wilsdruff gebracht.
Zugleich wurden die bereits fertiggestellten Wandanschlussteile an ihren alten Platz geschraubt.
Damit ist nun vorübergehend der Blick frei aus dem Kirchenraum zum Altar des Gotteshauses.
Im Herbst dieses Jahres soll schließlich die gesamte restaurierte Altarchorschranke wieder ihren Platz einnehmen.
Zu einem feierlichen Gottesdienst wird sie der Kirchgemeinde und den Besuchern von St. Georgen vorgestellt. Damit erfüllt sie dann erneut ihre Funktion als Trennelement zwischen Kirchen- und Altarraum. Der Ursprung dieses schmiedeeisernen Kunstwerkes ist in den Tempeln urchristlicher Zeit zu suchen. Die Trennung des Kirchenraumes zum „Allerheiligen“ erfüllten schon damals Vorhänge und Trennwände. In späterer Zeit findet man diese Funktion in dem sogenannten „Lettner“ wieder, wie wir ihn aus dem Kloster Wechselburg, dem Meissner Dom oder auch aus dem Dom in Naumburg kennen.
Mit den beiden Wandanschlussteilen wurden auch die beiden Altargeländer, die von Johann Balthasar Georgi, Sohn des Zacharias Georgi, 1737 geschaffen wurden, eingebaut. Besonders liebevoll restauriert und in einer ungeahnten Farbigkeit säumen sie nun wieder die Stufen zum Altar.
 
Mit der aufwändigen Restaurierung wird einer kunsthistorisch wertvollen Schmiedearbeit die entsprechende Bedeutung verliehen und der Kirchgemeinde ein Kleinod von hohem kulturellen Wert erhalten.
J.L.
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Besprechung über den Fortgang der Sanierung der Altarchorschranke
 
Am Mittwoch, 15. November 2017 reisten 4 Leute aus der Kirchgemeinde nach Wilsdruff.
Erwartet wurden sie auf dem Gelände der Firma OSTMANN & HEMPEL, die mit der Sanierung der Altarchorschranke aus der St. Georgenkirche beauftragt wurde.
Neben den Firmeninhabern wurde die kleine Delegation zudem von Frau Diplom-Restauratorin Annegret Michel, Referentin für Metallrestaurierung am Landesamt für Denkmahlpflege Sachsen  und Frau Katarina Hummitzsch, Dipl. -Restauratorin für gefasstes Kunstgut aus Dresden begrüßt und informierten Pfarrer Scholz, Dr. Götz Altmann und Kirchner Jörg Windisch über den Fortgang der Restaurierungen an Teilen der Altarchorschranke von St. Georgen.

Besondere Aufmerksamkeit weckte dabei der Zustand und das Aussehen der beiden Altargeländer, die von Johann Balthasar Georgi, Sohn des Zacharias Georgi, 1737 geschaffen wurden. Waren diese bisher im Altarraum der Kirche nur als schwarze Gebilde wahrzunehmen, erstrahlen sie nun, Dank der aufwändigen Restaurierung durch Frau Hummitzsch in den ursprünglichen Farben.
Entsprechend dem abgesteckten Zeitplan erfolgt die Restaurierung der Altarchorschranke in drei Abschnitten. Wurden 2016 die beiden linken Tore in einer Proberestaurierung der Kirchgemeinde in ihrem jetzigen Zustand vorgestellt, erfolgt in diesem Jahr die Sanierung der beiden Wandanschlussteile sowie des Mittelteiles samt Lesepult und der beiden angrenzende Felder. 2018 werden dann die restlichen 10 Schrankenfelder restauriert. Zudem erfolgt die Wiederherstellung der beiden rechten Torflügel, die bereits im 19. Jahrhundert verloren gingen.

Möglich wird die Sanierung der kunsthistorisch wertvollen Altarchorschranke vor allem durch die finanzielle Unterstützung durch die untere Denkmahlschutzbehörde des Landes Sachsen, der ostdeutschen Sparkassenstiftung des Freistaates Sachsen sowie einzelner Privatspenden.
J.L.
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Fördermittel und Spenden ermöglichen Restaurierung der Altarchorschranke
Die St. Georgenkirche zu Schwarzenberg darf sich glücklich schätzen,  mit der wertvollen Altarchorschranke über ein besonderes Kleinod zu verfügen. Der Schwarzenberger Schlossermeister, Vizestadtrichter und Viertelmeister Zacharias Georgi stellte sie 1711 fertig. Eingebaut wurde das schmiedeeiserne Kunstwerk sieben Jahre nach dem Tod des Meisters durch seinen Sohn Johann Balthasar Georgi (ausführliche Erläuterungen dazu, siehe: Flyer „Ein einmaliges Gesamtkunstwerk“,  Text, Fotos und Herstellung: Jürgen Leonhardt, Leonhardt Werbeagentur Eibenstock).
Es ist Dr. Götz Altmann und dem Kirchenvorstand zu verdanken, dass sich 2013 eine Initiativgruppe zur langfristigen Restaurierung dieses kultur- und kirchenhistorischen Kunstwerkes bildete. Am 19. Oktober 2014 wurden Ergebnisse der Proberestaurierung innerhalb eines Festgottesdienstes vorgestellt.
Seit dem 9. August 2017 steht nun endgültig fest, dass die Restaurierung der Altarchorschranke fortgesetzt wird.  Pfarrer Rolf Scholz überbrachte diese frohstimmende Nachricht und informierte über die Finanzierung und den geplanten Fortgang der Arbeiten. So erfolgt die Restaurierung in den kommenden beiden Jahren in zwei Abschnitten. In diesem Jahr betrifft dies das  Mittelteil/Lesepult sowie zwei Seitenteile. Dabei werden nicht nur beschädigte Teile des bedeutenden Werkes sächsischer Schmiedekunst wieder hergestellt und mit einer mattgolden glänzenden Beschichtung versehen. Auch das Habit der beiden Schwarzenberger Bergleute (auffallend die roten Hemden) wird wieder in seinem ursprünglichen Glanz erstrahlen. Im kommenden Jahr folgt die Restaurierung von zehn Schrankenfeldern (jeweils fünf Teile beidseitig des Mittelteiles). Gleichfalls restauriert wird die Altareinfassung. Nachgebaut wird zudem die fehlende und verschollen gegangene rechte Tür mit einem Kostenaufwand von zirka 16.000 Euro. Die Restaurierungsarbeiten führt die Firma Ostmann und Hempel Restaurierung und Handwerk GmbH Wilsdruff aus. Sie hat entsprechende Erfahrungen bereits bei der Proberestaurierung 2013 nachgewiesen.
Möglich werden die denkmalpflegerischen Arbeiten durch die Bereitstellung von Fördermitteln, Spenden aus der Gemeinde in Höhe von 6.000 Euro sowie  durch die Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Erzgebirgssparkasse. Vorstandsvorsitzender Roland Manz überreichte Pfarrer Rolf Scholz am 9. August den entsprechenden Bescheid. Die Gesamtkosten für den ersten Abschnitt der Restaurierung belaufen sich auf reichlich 35.000 Euro.
Schon jetzt dürfen sich die Kirchgemeinde St. Georgen und die zahlreichen Besucher und Gäste darauf freuen, dass im über 300 Jahre alten Gotteshaus in absehbarere Zeit  ein einmaliges Zeugnis sächsischer Schmiedeeisenkunst wieder die ihm gebührende Strahlkraft erhält.
hjs
 
14.08.2018
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