Restaurierung Chorschranke - Kirche SZB

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Besprechung über den Fortgang der Sanierung der Altarchorschranke
 
Am Mittwoch, 15. November 2017 reisten 4 Leute aus der Kirchgemeinde nach Wilsdruff.
Erwartet wurden sie auf dem Gelände der Firma OSTMANN & HEMPEL, die mit der Sanierung der Altarchorschranke aus der St. Georgenkirche beauftragt wurde.
Neben den Firmeninhabern wurde die kleine Delegation zudem von Frau Diplom-Restauratorin Annegret Michel, Referentin für Metallrestaurierung am Landesamt für Denkmahlpflege Sachsen  und Frau Katarina Hummitzsch, Dipl. -Restauratorin für gefasstes Kunstgut aus Dresden begrüßt und informierten Pfarrer Scholz, Dr. Götz Altmann und Kirchner Jörg Windisch über den Fortgang der Restaurierungen an Teilen der Altarchorschranke von St. Georgen.

Besondere Aufmerksamkeit weckte dabei der Zustand und das Aussehen der beiden Altargeländer, die von Johann Balthasar Georgi, Sohn des Zacharias Georgi, 1737 geschaffen wurden. Waren diese bisher im Altarraum der Kirche nur als schwarze Gebilde wahrzunehmen, erstrahlen sie nun, Dank der aufwändigen Restaurierung durch Frau Hummitzsch in den ursprünglichen Farben.
Entsprechend dem abgesteckten Zeitplan erfolgt die Restaurierung der Altarchorschranke in drei Abschnitten. Wurden 2016 die beiden linken Tore in einer Proberestaurierung der Kirchgemeinde in ihrem jetzigen Zustand vorgestellt, erfolgt in diesem Jahr die Sanierung der beiden Wandanschlussteile sowie des Mittelteiles samt Lesepult und der beiden angrenzende Felder. 2018 werden dann die restlichen 10 Schrankenfelder restauriert. Zudem erfolgt die Wiederherstellung der beiden rechten Torflügel, die bereits im 19. Jahrhundert verloren gingen.

Möglich wird die Sanierung der kunsthistorisch wertvollen Altarchorschranke vor allem durch die finanzielle Unterstützung durch die untere Denkmahlschutzbehörde des Landes Sachsen, der ostdeutschen Sparkassenstiftung des Freistaates Sachsen sowie einzelner Privatspenden.
J.L.
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Fördermittel und Spenden ermöglichen Restaurierung der Altarchorschranke
Die St. Georgenkirche zu Schwarzenberg darf sich glücklich schätzen,  mit der wertvollen Altarchorschranke über ein besonderes Kleinod zu verfügen. Der Schwarzenberger Schlossermeister, Vizestadtrichter und Viertelmeister Zacharias Georgi stellte sie 1711 fertig. Eingebaut wurde das schmiedeeiserne Kunstwerk sieben Jahre nach dem Tod des Meisters durch seinen Sohn Johann Balthasar Georgi (ausführliche Erläuterungen dazu, siehe: Flyer „Ein einmaliges Gesamtkunstwerk“,  Text, Fotos und Herstellung: Jürgen Leonhardt, Leonhardt Werbeagentur Eibenstock).
Es ist Dr. Götz Altmann und dem Kirchenvorstand zu verdanken, dass sich 2013 eine Initiativgruppe zur langfristigen Restaurierung dieses kultur- und kirchenhistorischen Kunstwerkes bildete. Am 19. Oktober 2014 wurden Ergebnisse der Proberestaurierung innerhalb eines Festgottesdienstes vorgestellt.
Seit dem 9. August 2017 steht nun endgültig fest, dass die Restaurierung der Altarchorschranke fortgesetzt wird.  Pfarrer Rolf Scholz überbrachte diese frohstimmende Nachricht und informierte über die Finanzierung und den geplanten Fortgang der Arbeiten. So erfolgt die Restaurierung in den kommenden beiden Jahren in zwei Abschnitten. In diesem Jahr betrifft dies das  Mittelteil/Lesepult sowie zwei Seitenteile. Dabei werden nicht nur beschädigte Teile des bedeutenden Werkes sächsischer Schmiedekunst wieder hergestellt und mit einer mattgolden glänzenden Beschichtung versehen. Auch das Habit der beiden Schwarzenberger Bergleute (auffallend die roten Hemden) wird wieder in seinem ursprünglichen Glanz erstrahlen. Im kommenden Jahr folgt die Restaurierung von zehn Schrankenfeldern (jeweils fünf Teile beidseitig des Mittelteiles). Gleichfalls restauriert wird die Altareinfassung. Nachgebaut wird zudem die fehlende und verschollen gegangene rechte Tür mit einem Kostenaufwand von zirka 16.000 Euro. Die Restaurierungsarbeiten führt die Firma Ostmann und Hempel Restaurierung und Handwerk GmbH Wilsdruff aus. Sie hat entsprechende Erfahrungen bereits bei der Proberestaurierung 2013 nachgewiesen.
Möglich werden die denkmalpflegerischen Arbeiten durch die Bereitstellung von Fördermitteln, Spenden aus der Gemeinde in Höhe von 6.000 Euro sowie  durch die Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Erzgebirgssparkasse. Vorstandsvorsitzender Roland Manz überreichte Pfarrer Rolf Scholz am 9. August den entsprechenden Bescheid. Die Gesamtkosten für den ersten Abschnitt der Restaurierung belaufen sich auf reichlich 35.000 Euro.
Schon jetzt dürfen sich die Kirchgemeinde St. Georgen und die zahlreichen Besucher und Gäste darauf freuen, dass im über 300 Jahre alten Gotteshaus in absehbarere Zeit  ein einmaliges Zeugnis sächsischer Schmiedeeisenkunst wieder die ihm gebührende Strahlkraft erhält.
hjs
 
04.12.2017
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