Sanierung - Kirche SZB

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:


Die reizvolle Altstadt der erzgebirgischen Stadt Schwarzenberg gehört zu den schönsten im Erzgebirge. Betritt man sie am Marktplatz mit den schicken Bürgerhäusern, führen zwei enge Straßen zu den beiden Wahrzeichen der alten Bergstadt. Dort wo sie sich wieder vereinen, erhebt sich die barocke St. Georgenkirche auf einem Felssporn und kündet weithin sichtbar vom Glauben der hier wohnenden Menschen.
Nachdem das Kirchlein am unteren Markt baufällig und zu klein geworden war, wurde ab 1690 ein größeres Gotteshaus gebaut. Den Baugrund neben dem Schloss stellten je zur Hälfte der Kurfürst von Sachsen, Johann Georg der III. und der Bergzehntner Balthasar Lehmann zur Verfügung.
Die Pläne für das neue Kirchgebäude fertigte der Lößnitzer Baumeister Johann Georg Roth. Seit ihrer Weihe im Jahr 1699 prägt sie, gemeinsam mit dem Schloß, das Antlitz der Stadt. Baulich nahezu unverändert hat sich das barocke Gotteshaus bis in unsere Zeit erhalten, ist Herberge für gelebten Glauben und Heimat für die St.-Georgen-Kirchgemeinde.
Neben den Gottesdiensten finden hier zahlreiche Konzerte und musikalische Veranstaltungen statt. Damit wirkt das Haus neben seiner sakralen Ausstrahlung auch als kulturelles Zentrum im Westerzgebirge.
Der Raum des Barockgebäudes wird vom Licht, das durch farblose Fensterscheiben dringt, in seine festliche Stimmung versetzt. Keine Säule verstellt den Blick des Besuchers, auf den zunächst das Ganze wirkt: der prächtig geschnitzte Altar, die kunstvoll geschmiedete Chorschranke zwischen Altar und Schiff, die barocke Kanzel, die umlaufende Empore und zahlreiche kleinere und größere Logen. Über allem spannt sich die freitragende Decke, eine Meisterleistung des Zimmererhandwerks.

Auch an dem uns so lieben Gebäude nagt der Zahn der Zeit!

Die Naturkräfte, die auf jedes Bauwerk einwirken, und die unsere konstruktive Arbeit erfordern, zeigen auch an diesem Gotteshaus ihre Auswirkungen.
So haben die jüngsten Untersuchungen ergeben, dass an wichtigen, entscheidenden Stellen der Baukörper einer umfassenden Sanierung bedarf. Auch deshalb stehen in naher Zukunft Bauvorhaben an, die nun keinen Aufschub mehr dulden.
Für die Sanierung sind 1 Million Euro veranschlagt. Neben der Unterstützung durch verschiedene Partner und verantwortliche Institutionen wird ein Großteil der entstehenden Kosten durch die Kirchgemeinde und uns alle, die wir sie dabei unterstützen, aufzubringen sein. Um überhaupt die baulichen Mängel der Kirche in Angriff nehmen zu können, sind derzeit verschiedene Firmen mit der  Ursachen-ermittlung der Schäden beauftragt. Folgende Arbeiten werden gegenwärtig durchgeführt:

  • Erstellung eines verformungsgerechten Aufmaßes mittels 3D-Scanner der gesamten Kirche. Daraus werden dann Grundriss- und Schnittzeichnungen erstellt, die für die Sanierung unbedingt notwendig sind.
  • Der Statiker erstellt aus diesen Zeichnungen und den dazugehörigen Berechnungen ein Konzept mit Lösungsansätzen zur Tragwerkssicherung  und Risssanierung.
  • Denkmalgerechte Sanierung der Fenster.

Die Baumängel sind unübersehbar und in ihren befürchteten Auswirkungen nicht übertrieben formuliert. In einzelnen Bereichen auf der Empore bestand Absturzgefahr von Teilen des verkröpften Gesimses - diese Abschnitte mussten bereits 2018 auf Anraten des Statikers gesperrt und die absturzgefährdeten Teile ausgebaut werden. Die Risse – am gesamten Kirchgebäude sichtbar – weisen übergroße Spaltmaße auf und sind das Ergebnis von Bewegungen im Mauerwerk. Dies ist für die Standfestigkeit eine große Gefahr. Die Beseitigung der Rissursachen und der Risse werden die ersten zu erbringenden wichtigen Bauleistungen sein, um dann die nachfolgenden Arbeiten unverzüglich in Angriff nehmen zu können.
Der nächste, sich daran anschließende Schritt, muss die Sanierung der Fenster der St. Georgenkirche sein. Die Fenster mit bleigefassten Butzenscheiben sind altersbedingt in einem Zustand, in dem sie Ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen können. So dringt bei Gewitter und Starkregen Wasser massiv ein und sucht sich seinen Weg über Empore und Logen. Sowohl das Mauerwerk als auch die hölzernen Bauteile mit ihrer barocken Farbgebung und auch die Inventarien der Kirche werden dadurch beschädigt und, wenn nichts geschieht, zerstört.
Fühlen Sie sich bitte aufgerufen, in die Schar derer einzutreten, die teilnehmen an einer nicht alltäglichen Sanierung und helfen Sie durch Ihre Spenden mit, dass St. Georgen weiterhin ein standhaftes, leuchtendes Zeugnis für den Glauben in unserer Gesellschaft bleibt.

Diese gewaltige Herausforderung bewältigen wir nur mit Ihrer nachhaltigen Hilfe!     
 
30.09.2019
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü