TOP Leipzig - Kirche SZB

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Musiksommer 2018
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Fotos: Stefan Ditter
Ein TOP – Konzert!
Festlicher Abend, nicht ohne Augenzwinkern
 
Bereits zum sechsten Mal füllte sich die St. Georgenkirche in Schwarzenberg zu einem Konzert im Rahmen des diesjährigen Musiksommers.
KMD Schubert hatte 4 Musiker aus Leipzig eingeladen, die seit etwa 20 Jahren unter dem Kürzel TOP (Trompete-Orgel-Pauke) formieren. Die Gruppe brachte vor allem festliche Musik aus der Bachstadt mit ins Erzgebirge. Und nichts anderes hatten die zahlreich erschienenen Zuhörer erwartet. Allerdings waren die ambitionierten Musiker auch für Überraschungen gut. Dazu später mehr.
Mit Johann Sebastian Bachs „Sinfonia“ aus der Kantate BWV 29 „Wir danken dir Gott, wir danken dir“ eröffnete das Ensemble den Abend.
Nach der Begrüßung durch Pfarrer Rolf Scholz stellte Alexander Pfeifer (Trompete) in sympathischer und humorvoller Weise das Programm des Abends vor und vermochte bereits zu Beginn des Konzerts den Versammelten ein Schmunzeln zu entlocken.

Alexander Pfeifer und Sebastian Taubert (Trompeten), René Geipel (Pauken) und Frank Zimpel (Orgel) interpretierten im Laufe des Konzertes strahlend, frisch und schwungvoll verschiedene Bearbeitungen aus Werken Johann Sebastian Bachs und Johann David Heinichen. Besonders einfühlsam vorgetragen empfanden die Zuhörer die „Suite gothique“ des Romantikers Leon Boëllmann.
1970 war der US-Amerikanische Komponist Philip Glass beauftragt, die Filmmusik für den Streifen „Mishima – Ein Leben in vier Kapiteln“ zu schreiben. Daraus wurde später sein „Streichquartett Nr. 3.
Frank Zimpel (Orgel), der im Übrigen für alle Bearbeitungen federführend war, transponierte Teile des Stückes für die Orgel und interpretierte mit seiner Bearbeitung auch einen zeitgenössischen Komponisten.
Ihren Sinn für Humor bewiesen die 4 Vollblutmusiker jedoch mit ihrer Zugabe. Die zuvor teils stehend applaudierenden Konzertbesucher fanden sich plötzlich im Amerika der 30er Jahre wieder. Mit einem Zuschnitt von George Gershwins Summertime“, das am Ende überraschend mit einem Takt aus Bachs Toccata und Fuge in d-Moll gespickt war, gelang es dem Ensemble, die Zuschauer mit einem Lächeln in den Abend zu entlassen.
J.L.
 
PS: Pfarrer Scholz las während des Konzertes den 150 Psalm. Neben der exzellenten Musik, der schwungvollen Art ihrer Interpretation und dem sympathischen Auftreten der Musiker empfand ich es als würdevoll und in ein Konzert passend, in dem viel zum Lobe Gottes gespielt wurde. Dass die Konzertbesucher aus St. Georgen mit Gebet und Segen verabschiedet wurden ergab sich dann fast von selbst.

 
28.08.2018
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