Valerina - Kirche SZB

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Musiksommer 2018
Einblicke in die russische Seele
- spirituell - traditionell - völkerverbindend

Bereits zum siebenten Mal füllte sich die St. Georgenkirche zu einem Konzert im Rahmen des Musiksommers 2018.
„Mein stiller Horizont“ überschrieb die Vokalgruppe „Valerina“ ihr Programm an diesem Abend.
„Valerina“ – das sind 4 Sängerinnen und Sänger aus Russland, Weißrussland und der Ukraine. Ihre musikalische Laufbahn begannen die Künstler bereits in ihrer Kindheit und Jugend in ihren Heimatländern.
Valeria Shishkova - Sopran (Russland), Alena Schneider – Alt (Weißrussland), Dmitri Arnst – Tenor (Russland) und Ivan Piltchen – Bass (Ukraine) lernten sich in Dresden kennen und schlossen sich zum Ensemble „Valerina“ zusammen. Sie entwickeln seitdem gemeinsame Programme, die aus dem großen Fundus traditionell sakraler und profaner osteuropäischer Gesänge und Melodien schöpfen. Diese Musik besitzt die Klarheit einer weiten Landschaft und die Schönheit eines Sonnenuntergangs am Abend, niemals aufdringlich, immer in sich ruhend.   
Mit ihren Liedern, die zum Teil aus dem Liedschatz der russisch-orthodoxen Kirche entnommen waren, anderseits russische Volksweisen sind, gelang es den vier Musikern osteuropäische Landschaften vor das geistige Auge zu stellen. In jedem dieser Lieder, so scheint es, hört man die Größe und Stille der russischen Wälder, den Wind über den unendlichen Steppen, aber auch das Lachen und Singen in den ukrainischen und weißrussischen Dörfern.
Angenehm und authentisch erzählte Valeria Shishkova vor jedem Titel die Geschichte zu den Liedern und lockerte die Atmosphäre damit auf. Dabei zog sie selbst mit Ratschlägen wie: „Wir sollten alle viele öfters in eine Kirche kommen!“ die Sympathie der Zuhörer auf sich. Auch das Bekenntnis, dass "wir alle, unabhängig von der Politik und Nationalität „Brüder“ sind", löste spontanen Beifall aus.
Die Gruppe präsentierte sich homogen im Gesang, ausdrucksstark in der Artikulation und vielseitig in Dynamik und Interpretation.
Einer elektronischen Verstärkung, die nicht in jedem Fall die Wahrnehmung verbesserte, hätte es dabei eigentlich nicht bedurft.
J.L.
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Fotos: Jürgen Leonhardt, Bild 2: Stefan Ditter
 
14.08.2018
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