Aktuelles aus Crandorf - Kirche SZB

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Kirchgemeinde Erla-Crandorf – Gemeindeveranstaltungen im Pfarrhaus – Informationen aus der Gemeinde

Alle Veranstaltungen sind bis auf Weiteres untersagt. Sobald der rechtliche Rahmen hierfür wieder gegeben ist und der jeweilige Kirchenvorstand dem zustimmt, erfolgen die Treffen in den Gruppen und Kreisen individuell abgestimmt.
Kirche ist offen!
Die weltweite Coronapandemie hat uns alle im März diesen Jahres überrollt. Plötzlich mussten wir unseren geplanten Konfirmandentag absagen, den gemein-samen Konfivorstellungsgottesdienst auch. Später auch alle anderen gemeindlichen Veranstaltungen so wie in allen Bereichen unseres Lebens. Zu Beginn der Passionszeit wurden wir dieses Jahr ganz anders „gezwungen“ zu verzichten. Auch als Kirche hat uns das hart getroffen. Kirche, so wie wir sie immer kannten, so wie wir sie gewohnt waren, schätzten und liebten, war nicht mehr möglich.
Das Schöne daran ist: Kirche hat sich gefangen. Kirche hat um gedacht und an vielen Stellen neu gedacht. Zwar gezwungenermaßen, aber immerhin hat sie gezeigt, dass sie lebendig ist. In Crandorf zum Beispiel haben wir sofort die Kirche geöffnet für Momente der Stille und der Besinnung. Das ist bis heute so!
Ganztägig können Menschen hier ankommen, ein Wort lesen und mitnehmen, eine Kerze entzünden für einen lieben Menschen, ein stilles Gebet sprechen. Ich staune darüber, wie gut das in letzter Zeit angenommen worden ist. Vor allem in der Kar- und Osterwoche: Den Leidensweg Jesu hatten wir im Altarbereich dargestellt, jeden Tag Stück für Stück. Es gab einen Kreuzweg mit Bildern von Sieger Köder und Meditationstexten an den Wänden zu entdecken. Ja, dieses Ostern war für uns alle besonders herausfordernd! Aber es war auch ganz besonders! Ganz besonders still, ganz besonders besinnlich?
Ganz besonders nicht zuletzt auch dadurch, weil wir an vielen Stellen spüren konnten, dass wir als Kirche für einander da sind. Da zogen die Bläser durch den Ort oder spielten aus den Fenstern, da ist zum Telefonhörer gegriffen worden, da wurde Hilfe angeboten beim Einkaufen, da haben die Jüngsten Bilder gemalt für die Alten in den Pflegeeinrichtungen, da wurden Gottesdienste und Andachten aufgenommen, online gestellt, ausgedruckt und in den Briefkästen verteilt. Und noch eine schöne Gewohnheit hat sich entwickelt: Jeden Abend um 19.30 Uhr erklingen die Kirchenglocken. Sie rufen zum Gebet und zur Hoffnung. Dann singen wir zu unseren Fenstern heraus und beten ein Vaterunser.
So wissen wir uns miteinander verbunden: im Glauben an Christus und seinem Geiste. Kirche lebt! Und wir wissen uns geführt auf gangbaren Wegen; auch dann, wenn es schwer wird.
Pfarrer Peter Arnold
 
07.07.2020
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