Collegium musicum - Kirche SZB

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Fotos: Stefan Ditter
Festliche und heitere Töne in St. Georgen
Orchester der Kantorei interpretiert Bach, Mozart und Telemann
 
Das zweite Konzert am Montag, 13. Juli 2020 der musikalischen Sommerreihe in der St. Georgenkirche bestritten die „Hausherren“ selbst. Das „Collegium musicum“ der Kantorei zeigte sich an diesem Abend „festlich bis heiter“. Unter diesem Titel demonstrierte das Ensemble sein musikalisches Können.

Bereits 1945 gegründet, ist das Streichorchester zu einem festen Bestandteil der Kantorei in Schwarzenberg geworden. Das „Collegium musicum“ beteiligt sich regelmäßig an den Konzerten des Chores der Kantorei, umrahmt festliche Gottesdienste und musiziert auch selbständig als geschlossenes Ensemble. Schon mehrfach war die Gruppe in den Konzerten des „Musiksommers“ zu hören und erntete Lob und Anerkennung ob ihrer Leistungsfähigkeit.
Derzeit spielen 24 Musiker in dieser Formation. Besonders erfreulich ist dabei, dass auch viele junge Leute sich im „Collegium musicum“ zu Hause fühlen.
 
Damit sind wir auch bereits bei der Besonderheit dieses Konzertes.
Neben dem unbestritten hohen Leistungsvermögen des gesamten Orchesters sind es vor allem junge Musikerinnen und Musiker, die dem Ensemble ihre Spielfreude und Vitalität verleihen. Die musikalische Virtuosität der jungen Jasmin Lein (Querflöte) vermochte genauso zu überzeugen wie der Vortrag von Clemens Lötzsch am Cello. Den „Schwan“ aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saens sah man prachtvoll auf dem See dahingleiten. Der Größe und Schönheit des Tieres angemessen, wurde die Romanze vom Violoncello in seiner tenoralen Stimmlage sehr gefühlvoll interpretiert und bildete zweifellos einen musikalischen Höhepunkt des Konzerts.
Im Konzert e-Moll für Blockflöte, Querflöte, Streicher und Basso continuo (TWV 52:e1) von Georg Philipp Telemann zeigte das Collegium musicum noch einmal seine volle Leistungsfähigkeit. Der Refrain des Stückes ist ein wilder polnischer Tanz mit Blockflöte, Querflöte und erster Violine im Unisono über einen Orgelpunkt. Wohl keiner der Besucher konnte sich dem Rhythmus der Akkorde entziehen, die in voller Fahrt dem Schlussakkord zustürmten.
Neben der bereits erwähnten Querflöte, gespielt von Jasmin Lein, brillierte Anne Roth mit der Blockflöte. Im Zusammenspiel gelang es den Musikern die ganze Heiterkeit und Lebensfreude, die dem Stück innewohnt, auf die zahlreich erschienenen Zuhörer zu übertragen.
 
„Ich bin besonders stolz und glücklich“, so Kantor Matthias Schubert im Anschluss an das Konzert, „dass so gut wie alle Mitglieder des „Collegium musicum“ ,Eigengewächse‘ aus Schwarzenberg sind. Das macht Mut und bringt Zuversicht für die weitere musikalische Arbeit in Schwarzenberg“, so Schubert.
Dem kann man sich nur anschließen.
 
Die Reihe des „Musiksommers 2020“ wird am kommenden Montag durch das Ensemble „SounArte“ mit ausgelassener virtuoser Instrumentalmusik und leidenschaftlichen Sopran-Arien, die von Freud und Leid in der Liebe erzählen fortgesetzt. Das Konzert beginnt 19:30 Uhr, Karten gibt es an der Abendkasse.
J.L.
 
04.08.2020
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