Harmonic Brass - Kirche SZB

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Fotos: Jürgen Leonhardt
Musikalische Donaureise mit der MS „Harmonic Brass“
Blechbläserensemble eröffnet Musiksommer 2020 in St. Georgen Schwarzenberg

Wer sich am Montag, 6. Juli 2020 in die St. Georgenkirche aufgemacht hatte, kam nicht zufällig.
Das international bekannte Bläserensemble „Harmonic Brass“ war nach Schwarzenberg gekommen und eröffnete den diesjährigen Musiksommer der Kantorei.
Schon eine Stunde vor Beginn des Konzerts drängten die ersten Besucher in die Kirche und nahmen auch geduldig die vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften in Kauf.
Das Warten sollte sich lohnen.
Kantor Matthias Schubert begrüßte zunächst die Besucher und verlieh seiner Freude und Dankbarkeit Ausdruck, dass es trotz der besonderen Situation möglich ist, diese langjährige Konzertreihe auch in diesem Jahr fortzusetzen.
Dann aber begann die musikalische Reise entlang der Donau, die von Ulm über Regensburg, Passau, Wien und Budapest bis zum Schwarzen Meer führen sollte. In Anlehnung an die Städte erklangen danach Werke von Bach, Beethoven, Bruckner, Monti und Hummel bis hin zu Johann Strauß (Sohn).
Wohl jeder kennt den Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß oder aber die „Toccata und Fuge in d-Moll“ von J.S. Bach. In einer Bearbeitung für Blechbläser stellten diese Stücke eine neue, aber nicht minder gelungene musikalische Erfahrung dar.
Der typisch-perfekte Harmonic Brass-Sound zog die Zuhörer von Anfang an in ihren Bann.
„Wie der Fluss selbst ist auch die Musik der Anrainerstaaten: Mal lieblich verspielt, mal wild und ungezügelt. Wiener Schmäh` im Dreivierteltakt wird von wilden rumänischen Klängen abgelöst. Mal sind Fluss und Melodie kaum zu hören, mal sind sie ein gewaltiger Strom. Alles dargeboten mit einer ungebändigten Musizierlust.“ So beschreiben die Künstler selbst ihr Programm.
Andreas Binder, seines Zeichens „Kapitän“ auf dem Musik-Dampfer, führte in seiner unterhaltsamen Art, mit viel Witz und Charme durch das Programm.
Erstmals mit „an Bord“ brillierte der junge, aus Dresden stammende Tubist Karl-Wilhelm Hultsch und entpuppte sich meisterlich als Nachfolger des aus Altersgründen ausgeschiedenen Manfred Häberlein.
Wieder einmal zeigte das Münchner Quintett ihr musikalisches Können auf höchstem Niveau und gestalteten die „Flussfahrt“ zu einem musikalischen Erlebnis der Extraklasse, die viel zu schnell zu Ende ging.
Gerne wär man noch „an Bord“ geblieben ...

Am kommenden Montag demonstrieren die Musiker des „Collegium musicum“ der Kantorei ihr musikalisches Können.
Beginn 19:30 Uhr, Karten gibt es an der Abendkasse.
J.L.
28.10.2020
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