Kaufmann - Kirche SZB

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Fotos: Stefan Ditter
Musikalische Reise entlang der Moldau

Markus und Pascal Kaufmann als musikalische Reiseführer

Die beiden Ausnahmemusiker sind längst keine Unbekannten mehr. Und das nicht nur durch ihre wiederholten Gastspiele während des „Musiksommers“ in Schwarzenberg.
Markus und Pascal Kaufmann feiern auch Erfolge auf Bundesebene. Seit 2003 nehmen Beide als Solisten und als Duo - im Fach Klavier, Cembalo und Orgel regelmäßig an Wettbewerben teil. Seit 2006 erhält das Duo ein Förderstipendium des Freistaates Sachsen im Fach Klavier.
Seit 2007 treten die beiden Brüder als Cembalo-Duo auf und haben bereits zahlreiche Preise gewonnen. 2010 erhielten sie beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" mit ihrem Cembalospiel in der Kategorie "Alte Musik" den 2. Preis.
Markus und Pascal Kaufmann setzen sich als Organisten auch verstärkt für den Erhalt romantischer Orgeln ein und nehmen mit diesem Instrument nicht nur erfolgreich an Wettbewerben teil, sondern sind auch als Musiker bei außergewöhnlichen Orgelkonzerten gefragt. So auch erneut in Schwarzenberg.
Unter dem Titel „Die Moldau“ gestalteten die beiden gebürtigen Chemnitzer am Montag, 27. Juli das vierte Konzert im Rahmen des „Musiksommers 2020“ in der Schwarzenberger St. Georgenkirche. Das Interesse an dem Spiel der beiden Brüder indes war überwältigend – bereits eine anderthalb Stunde vor Konzertbeginn fanden sich die ersten Zuhörer ein. Im Laufe der nächsten Zeit bildete sich eine lange Schlange, an deren Ende Konzertbesucher ihre vorbestellten Einlasskarten erhielten. Positiv anzumerken sei hier die Disziplin der Wartenden, die geduldig die mit den Hygienemaßnamen einhergehende Registrierung ihrer Daten ertrugen.

Doch das Warten sollte sich lohnen.
Mit dem »SLAVISCHER TANZ OP. 46/8« von Antonin Dvoràk in einer Bearbeitung für Orgel zu vier Händen und Füßen von Markus eröffneten die beiden Musiker den Konzertabend. In einem wahren „Tastenfeuerwerk“ entlockten sie der Eule-Orgel eine beeindruckende Fülle an Klangvariationen und nahmen die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Weiten der Slowakei. Im Anschluss führte die musikalische Wanderung durch die Höhenzüge des Böhmerwaldes in einer Improvisation von Pascal Kaufmann, die er mit gleichbleibender Präzision auf die Tasten des Instrumentes übertrug.
Der Abend erreichte mit dem Stück „Die Moldau“ aus Smetanas Zyklus „Mein Vaterland“ in einer Bearbeitung von Pascal Kaufmann seinen Höhepunkt. Wem es vergönnt war, während des Spiels die beiden Musiker an den Manualen zu beobachten, konnte sich von der Perfektion des Fingersatzes und der unbändigen Spiellust der beiden Musiker überzeugen. Wer der Musik mit geschlossenen Augen folgte, dem breitete sich die "Mutter aller Flüsse" leise plätschernd an seiner Quelle aus dem Boden des Böhmerwaldes sprudelnd bis zu seiner Mündung in die Elbe nahe Melnik malerisch vor Auge und Ohr.
Mit einem weiteren „Slawischen Tanz“ von Antonin Dvoràk als Zugabe entließen beide Organisten ihre beeindruckten Zuhörer in den Abend.
"Erfrischend und überaus unterhaltend" brachten Besucher, die aus der Schweiz angereist waren, ihre Freude zum Ausdruck.
J.L.
04.08.2020
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