Merseburger - Kirche SZB

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Fotos: Jürgen Leonhardt
Mit einer eindrucksvollen Aufführung von Beethovens C-Dur-Messe ging am Montagabend der diesjährige Musiksommer in der Schwarzenberger St.-Georgen-Kirche zu Ende. Es war zugleich ein gelungener Übergang zum Musikfest Erzgebirge, das am Freitag an gleicher Stelle mit einer Messe J. S. Bachs eröffnet wird.
 
Die Aufführung von Beethovens Messe aus Anlass seines 250. Geburtstages stellte eine gelungene Würdigung dieses Ereignisses auf hohem Niveau dar. Die Merseburger Hofmusik, das Collegium Vocale Leipzig, der Chor der Saalfelder Schlosskapelle sowie das gut disponierte Solistenquartett mit Julia Sophie Wagner, Britta Schwarz, Patrick Vogel, Tobias Berndt sowie der Organist Denny Wilke erweckten Beethovens Noten in unvergesslicher Weise zum Leben. Aufgrund der gegenwärtigen Pandemiebestimmungen mussten die Aufführenden den bekannten Mindestabstand einhalten. Das führte dazu, dass Sängerinnen und Sänger sowohl im Altarraum, als auch in zwei Chören und auf der Empore Aufstellung nahmen. Dadurch entstand ein Klangbild, das an Voluminösität alle bisher erlebten Konzerte übertraf, aber trotzdem durchsichtig blieb und einen tiefen Eindruck hinterließ. Lang anhaltender Schlussapplaus dankte den Künstlern unter der einfühlsamen Leitung von Michael Schönheit für den gelungenen in bester Erinnerung bleibenden Musikabend.
 
Neben diesen feierlichen Klängen hatte der Musiksommer eine große Bandbreite an musikalischen Kostbarkeiten zu bieten. Laute und leise Töne erklangen, fröhliche, ausgelassene, aber auch ernste. Sie spendeten in diesen schwierigen Zeiten den Zuhörern Freude, Entspannung und Trost und den Aufführenden Hoffnung auf baldige normale Zeiten.
 
Neben dem Abschlusskonzert fanden die beiden Konzerte mit Harmonic Brass und das Orgelkonzert mit den Brüdern Kaufmann die größte Resonanz. Durchschnittlich 240 Zuhörerinnen und Zuhörer aus nah und fern lauschten den Darbietungen an neun Abenden. Damit ergibt sich eine Gesamtbesucherzahl von über 2000. Bei 250 zugelassenen Veranstaltungsteilnehmern je Konzert ist dies ein gutes Ergebnis. Kirchenmusikdirektor Matthias Schubert, der Organisator der Veranstaltungsreihe, ist über Verlauf des Musiksommers und seine Publikumsresonanz sehr erfreut und als Christ Gott dankbar, dass das Festival in dieser Form stattfinden konnte.
wge.
02.12.2020
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